Deutscher Comedypreis 2008

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Deutscher Comedypreis 2008

Beitragvon Reliwette » Mo 1. Dez 2008, 13:30

Eigentlich ist schon die Bezeichnung "deutsche" eine Frechheit: "Deutsche Markenbutter" - "Deutscher Schäferhund"....
Eigentlich würde an dieser Stelle kein Wort, keine Silbe verloren über derlei Blödsinn, der eigentlich heißen müsste "Wettbewerb des deutschen Blödsinns", wenn nicht....
ja wenn nicht ein gewisser Dieter Nuhr die Moderation übernommen hätte als Ablöse für Atze Schröder, der mit seinen Ruhrpottsprüchen allmählich ausgedient hat; das dürfte auch dem hartnäckigsten RTL- Gucker inzwischen "aufgestoßen" sein.
Dieter Nuhr ist der Mann der tausend feinen Nadelstiche, einer der sich lächelnd lästernd durch die deutsche Unkultur bewegt und so manchem Fischauge, so mancher Karpfengusche ein ungläubiges Staunen entlockt: "Ööööh - äh - ha ha ha."
Da waren sie nun alle angetreten, die Stimmungsmacher der Republik , um entweder einen Blick auf einen der begehrten Preis - Undinger zu werfen, ein silbernes Riesen - Ovulum (Zäpfchen) mit einer schräg verlaufenden Einschlitzung , oder gar einen davon für sich zu ergattern. Denn so ist es immer, wenn man sich gegenseitig die Preise zuschiebt unter Vorsitz von Thomas Herrmanns.

Um diesen fatalen Mummenschanz geistiger Verblödung noch einmal für die Zuschauer attraktiv zu machen, blieb eigentlich gar nichts anderes als jemandem die Moderation anzulasten, der mit seinen Auftritten bewiesen hat, dass es auch ohne diesen "Quatsch Comedy - Zirkus" geht, wenn sich ein Kabarettist in Deutschland einen Namen machen will.

Also nahm Nuhr nicht nur den Fernsehsender RTL aufs Korn, sondern auch das Publikum des Senders und die Komödianten selbst. Schließlich ging er auf Reich-Ranicki ein, der bekanntermaßen während einer Fernsehsendung eine ihm zugedachte Preisehrung skandalträchtig abwies und schließlich auf die Literatur selbst, die heute Leser - Quoten abschöpft: "Feuchtgebiete".
An dieser Stelle war einmal mehr Schluss mit feinen Nadelstichen, denn hier schoss Nuhr einen ganzen Köcher voller Giftpfeile ab.
Wenn die Kamera ins "Publikum" schwenkte, ward so manch verblĂĽfftes Gesicht zu sehen.
Wäre die Sendung an dieser Stelle an ihrem Ende angekommen, wäre ich ein Zufriedener gewesen, aber wie es so kommen sollte: Cindy "aus Marzahn" und Helga von Sinnen hatten dann doch noch die Gelegenheit zu dokumentieren, dass diese Veranstaltung etwas für den Allerwertesten ist - und um das festzustellen, meine sehr verehrten Damen und Herren, muss man nicht einmal besonders kritisch sein....
Da reicht ein Hauptschulabschluss der 10. Klasse. Das zu Dieter Nuhrs Anspielung auf die "Alphabetisierung" der Fernsehzuschauer, die noch gar nicht mitgekriegt haben, dass so ein TV Gerät über einen Ausschaltknopf verfügt.
Reliwette
 
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